Der plötzliche Herztod ist in Deutschland die häufigste Todesursache außerhalb der Klinik. Am Anfang steht meist eine lebensbedrohliche schnelle Herzrhythmusstörung, das so genannte Kammerflimmern.
Die einzige wirksame Behandlung stellt in diesem Fall die Defibrillation dar, bei der mithilfe großflächiger Elektroden ein "Elektroschock" verabreicht wird. Je früher die Basiswiederbelebung und anschließende Defibrillation erfolgt, desto eher überlebt der Betroffene ohne bleibende Schäden.
Ohne Kenntnisse geht es nicht: In Deutschland unterrichtet Rettungsfachpersonal immer mehr Menschen, wie die so genannte "automatisierte externe (äußere) Defibrillation" (AED) angewendet wird. Parallel dazu werden derzeit in Deutschland an vielen Standorten wie z. B. an Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen einsatzbereite Defibrillationsgeräte aufgestellt.
Der implantierbare Kardioverter Defibrillator entspricht einem externen Defibrillator, allerdings in Miniaturausgabe. Er gibt im Notfall einen elektrischen Impuls ab, der vom Patienten oft wie ein "Tritt gegen die Brust" empfunden wird.
Da der abgegebene Impuls energieärmer ist als bei einem externen Defibrillator, geht von einem ICD keinerlei Gefahr aus - weder für den Betroffenen noch für andere Menschen.
Helfer, die evtl. anwesend sind, sollen den Defibrillator herbeischaffen, sobald ein Atemstillstand festgestellt worden ist. Beginnen Sie mit der Herzmassage. Der erste Defibrillationsversuch sollte nach mindestens 200 Druckmassagen erfolgen.

Stand: April 2006