Der so genannte Dreikammerschrittmacher kommt seit 1999 zum Einsatz, und zwar bei der kardialen Resynchronisationstherapie (CRT). Das kleine, mikrocomputer-gesteuerte Gerät wird wie ein Herzschrittmacher unter der Haut implantiert und ist mit feinen Elektroden verbunden. Diese sind jeweils in einer Herzkammer verankert und senden winzige elektrische Impulse, die die koordinierte Zusammenarbeit der Kammern wieder herstellen. Auf diese Weise wird die Herzleistung verbessert. Da beide Herzkammern einbezogen sind, spricht man auch von einem biventrikulären Schrittmacher.
Dank der weit entwickelten heutigen Technik kann in den kleinen Geräten ein Defibrillator mit der kardialen Resynchronisation (CRT) kombiniert werden, was besonders wichtig ist, da viele Patienten, die für solch ein CRT-System in Frage kommen, auch vom plötzlichen Herztod durch Kammerflimmern bedroht sind. Mehr
Die implantierbaren Therapiesysteme werden laufend verbessert, was ihre Elektronik, die Batterietypen, die Stimulationselektroden und die Programmierung betrifft.
Zukünftige Entwicklungen gehen dahin, dass Geräte mit verlängerter Funktionsdauer hergestellt werden. Für den Patienten bedeutet dies, dass für ihn die Zeit bis zum nächsten Aggregatwechsel deutlich verlängert wird.
Ein weiterer Trend ist die Telemedizin, die auch langsam bei Herzschrittmachern und Defibrillatoren Einzug hält. Diese ermöglicht eine Diagnostik mittels Telekommunikation trotz räumlicher Distanz zwischen Arzt und Patient.