Herz und Kreislauf im Internet

Die Geschichte des Defibrillators

Wirkung von Stromstößen schon lange bekannt

Automatische Defibrillation an einem Hund, dem ein funktionsfähiger Defibrillator implantiert wurde.Die Entwicklung der Defibrillatoren hat eine lange Vorgeschichte. Defibrillatoren sind Geräte, die bei einer gefährlichen Herzrhythmusstörung einen Stromimpuls abgeben, der den normalen Herzrhythmus wieder herstellen kann.

Bereits im 18. Jahrhundert wurde über ein 3-jähriges Kind berichtet, das mit Stromstößen von außen auf die Brust wiederbelebt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts gelang es Forschern erstmals, mit elektrischem Strom Kammerflimmern am Tierherzen zu beenden und in einen gesunden Rhythmus überzuleiten.

Erste Erfolge am Hundeherzen

Erster automatischer implantierbarer Cardioverter-DefibrillatorProf. Mirowski und Dr. Mower entwickelten die ersten Defibrillatoren, die in den Körper eingepflanzt werden konnten. Ein solches Gerät besteht aus einer Batterie und einem elektronischen Schaltkreis, der den Herzschlag ständig überwacht und im Bedarfsfall einen "Schock" abgibt.

Der erste „Patient", dem ein Defibrillator eingesetzt wurde, war ein Hund - das war 1974. Es wurde Kammerflimmern ausgelöst. Nach einem automatischen Schock erholte sich das Tier schnell. Sechs Jahre später fand die erste erfolgreiche Implantation eines automatischen Defibrillators bei einem Menschen statt.

Die Stärke des Impulses kann mittlerweile auf die aktuelle Situation und die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt werden, sodass den Patienten unnötige Schocks erspart bleiben.

Historische Entwicklung der Automatischen implantierbaren Defibrillatoren. Obere Reihe: Zweikammer-Defibrillatoren, untere Reihe: Einkammer-Defibrillatoren

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