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Fachbegriff des Monats

Herzinsuffizienz

Der Begriff "Herzinsuffizienz" bezeichnet eine Herzschwäche, d. h. der Herzmuskel kann die Pumpleistung, die zur Versorgung des Körpers notwendig ist, nicht mehr erbringen. Diese Erkrankung ist in den westlichen Industrieländern sehr verbreitet. Sie ist in Deutschland für die meisten Krankenhauseinweisungen bei Senioren verantwortlich und in der Altersgruppe der über 65-Jährigen auch die häufigste Todesursache.

Betroffen sind in Deutschland ca. 1,3 bis 1,5 Millionen Patienten, pro Jahr kommen etwa 200.000 Neuerkrankungen hinzu.

Die Herzinsuffizienz betrifft vor allem ältere Menschen und spielt deshalb in modernen Gesellschaften, in denen Menschen eine hohe Lebenserwartung haben, eine große Rolle. Darüber hinaus erleben heute mehr Menschen eine Herzinsuffizienz, weil andere, der Herzschwäche zugrunde liegende Herzerkrankungen behandelt werden können. Dadurch überleben z. B. viele einen Herzinfarkt, entwickeln aber langfristig eine Herzinsuffizienz, weil der Herzmuskel durch den Infarkt geschädigt ist. Alle Menschen mit Herz- oder Gefäßerkrankungen haben ein höheres Risiko als Gesunde, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln.

Insgesamt wird das Problem Herzinsuffizienz unterschätzt. Fünf Jahre nach der Diagnosestellung leben beispielsweise mehr Krebspatienten, die an relativ häufigen Krebserkrankungen leiden (Lungenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs, Eierstockkrebs), als Patienten mit Herzschwäche. Nach den einzelnen Krebsarten unterschieden, haben nur Patienten mit Lungenkrebs eine schlechtere Lebenserwartung als Patienten mit Herzschwäche.

Was ist Herzschwäche?

Auch die Lebensqualität von Patienten mit Herzinsuffizienz ist schlechter als die von vielen Tumor- bzw. Dialysepatienten oder Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen: befragt nach körperlicher und seelischer Beeinträchtigung und nach den Auswirkungen auf ihr Alltagsleben schnitten Patienten mit Herzschwäche in fast allen Bereichen am schlechtesten ab. [mehr]

Welche Beschwerden können auftreten?

Wenn das Herz nicht mehr ausreichend pumpt, kommt es zu typischen Beschwerden: Die körperliche Belastbarkeit nimmt ab, es kommt zu einer verschlechterten allgemeinen Belastbarkeit, zu Luftnot, nächtlichem Harndrang oder Schwellungen in den Beinen. [mehr]

Welche Erkrankungen können zu Herzinsuffizienz führen?

Verschiedene Erkrankungen des Herzens können dazu beitragen, dass langfristig der Herzmuskel so geschädigt wird, dass er seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann, den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. [mehr]

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Medikamente sind meist unausweichlich, wenn es um die Behandlung einer Herzschwäche geht. Aber auch Änderungen des Lebensstils sind häufig notwendig, beispielsweise der Ernährung. Implantierbare Therapiesysteme können die Behandlung unterstützen. [mehr]