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Was sind Stents?
Einen regelmäßigen Herzschlag bezeichnet man als Sinusrhythmus. Gerät das Herz aus dem Takt, spricht man von Herzrhythmusstörungen.
Das Herz kann zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig schlagen. Diese Rhythmusstörungen werden nach ihrem Entstehungsort eingeteilt, d. h. sie stammen aus dem Vorhof oder aus der Kammer. Es gibt harmlose, aber auch lebensbedrohliche Rhythmusstörungen. Um welche Rhythmusstörung es sich handelt, kann nur der Arzt beurteilen. Herzrhythmusstörungen, die nicht krankhaft sind, können auch aufgrund körperlicher Anstrengung, Aufregung, Krankheiten oder Medikamenten entstehen.
Herzrhythmusstörungen können entstehen, wenn die Erregungsbildung oder die Reizleitung, d. h. der Ablauf der Erregung im Herzen gestört ist, was beispielsweise durch Narben oder Durchblutungsstörungen im Herzmuskel der Fall sein kann. Dies kann bei verschiedenen Herzerkrankungen vorkommen (z. B. nach einem Herzinfarkt). Bei 90 % der Herzinfarktpatienten kommt es v. a. in den ersten 48 Stunden zu Herzrhythmusstörungen. Kammerflimmern tritt bei 10 % auf, bei 7 % eine Asystolie, d. h. ein Herzstillstand.
Folgende Krankheiten sind häufige Ursachen von Herzrhythmusstörungen: Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzklappenfehler, Herzmuskelentzündung oder Bluthochdruck.
Herzrhythmusstörungen können auch bei herzgesunden Menschen aus folgenden Gründen auftreten: höheres Lebensalter, Schilddrüsenüberfunktion, Übergewicht, Diabetes, Schlafapnoe, Störungen des Mineralstoff-Haushaltes im Körper (z. B. Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium), Alkohol oder Drogen.
Bradykardie: Ein zu langsamer Herzschlag < 60/Min wird Bradykardie genannt. Die natürliche Schrittmacherfunktion des Sinusknotens kann gestört oder blockiert sein (Sick-Sinus-Syndrom) oder die Weiterleitung des Erregungsimpulses ist gestört: Herzblock: Es liegt ein SA(Sinu-atrialer)- oder AV(Atrioventrikulärer)- Block vor, oder Vorhofflimmern mit sehr langsamer Impulsweiterleitung an die Herzkammern.
Tachykardie: Einen zu schnellen Herzschlag > 100/Min bezeichnet man als Tachykardie. Beim Vorhofflimmern kann es zu raschen, ungeordneten Impulsüberleitungen vom Vorhof an die Herzkammer kommen, was manchmal als unangenehmes, unregelmäßiges "Herzklopfen" wahrgenommen wird.
Bei der supraventrikulären Tachykardie lassen regelmäßige, schnelle Impulse aus dem Vorhof das Herz rasen. Dies kann plötzlich auftreten und Minuten bis Stunden dauern.
Eine ventrikuläre Tachykardie ist eine gefährliche Herzrhythmusstörung. Sie ist im EKG durch breite Impulse gekennzeichnet, die ihren Ursprung in den Ventrikeln haben. Dadurch kommt es zu einem uneffektiven Herzschlag. Diese Tachykardie kann in das lebensbedrohliche Kammerflimmern übergehen. Beim Kammerflimmern schlägt das Herz nicht mehr richtig, sondern "zuckt" mehr als 300 Mal pro Minute. Dadurch kann kein Blut mehr weitergepumpt werden.
Extrasystolen: Es handelt sich um plötzliche Herzschläge außerhalb des regelmäßigen Grundrhythmus. Dies können einzelne oder auch gehäufte Extraschläge sein, die zu einem unregelmäßigen Herzrhythmus führen können.
Herzrhythmusstörungen bei einer Koronaren Herzkrankheit können gefährlich werden, besonders wenn zusätzlich eine Herzschwäche besteht. Ventrikuläre Tachykardien und Kammerflimmern sind lebensbedrohliche Rhythmusstörungen, die sofortiger ärztlicher Hilfe bedürfen. Der Plötzliche Herztod wird meist durch Herzrhythmusstörungen verursacht.