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Fachbegriff des Monats

Koronare Herzerkrankung

Definition

In den westlichen Ländern und Industrienationen ist die sogenannte koronare Herzerkrankung, eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, die häufigste Ursache für Herzinsuffizienz.

Man spricht von koronarer Herzerkrankung, wenn auf dem Boden einer Arterienverkalkung (Atherosklerose, früher Arteriosklerose) eine oder mehrere Einengungen der Herzkranzgefäße entstanden sind.

Die HerzkranzgefäßeDie Herzkranzgefäße

Bei der Atherosklerose verändern sich die Blutgefäße. Dieser Prozess verläuft über viele Jahre zunächst unerkannt. Vereinfacht dargestellt passiert Folgendes: an den Gefäßwänden von Schlagadern kommt es zu entzündlichen Schädigungen. Die Gefäßwände lagern daraufhin Fett ein, verkalken, verlieren ihre Elastizität und der Gefäßdurchmesser verengt sich zunehmend. Die entstandenen Veränderungen in den Gefäßwänden werden als arteriosklerotische Plaques bezeichnet. Wie ausgeprägt die Symptome der koronaren Herzerkrankung sind, hängt davon ab, wie viel Blut noch durch die verengten Herzkranzgefäße gelangen kann.

Normalerweise sind die arteriosklerotischen Plaques durch die sehr dünne Gefäßinnenhaut (das Endothel), die einer Tapete gleicht, vom strömenden Blut im Gefäß getrennt. Durch viele verschiedene Faktoren bedingt kann es zum Einriss dieser Gefäßinnenhaut über der Plaque kommen, dann kommt das Blut direkt mit der krankhaft veränderten Gefäßwand in Berührung. Dadurch bildet sich an dieser Stelle sehr rasch ein Blutgerinnsel. Es kann so groß werden, dass es den ganzen Gefäßdurchmesser verlegt. Es fließt kein Blut mehr durch das Gefäß, ein Herzinfarkt entsteht. Dieser Mechanismus kann auch sehr plötzlich ohne vorherige Beschwerden auftreten.

Risikofaktoren

Folgende Faktoren fördern die Plaquebildung in den Arterien und erhöhen damit das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Dabei gilt: Je mehr Risikofaktoren vorliegen, desto höher das Risiko:

  • Rauchen
  • erhöhter Blutdruck (Hypertonie)
  • erhöhte Blutfettwerte (besonders erhöhte Werte des LDL-Cholesterins)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • erbliche Veranlagung zu Arterienverkalkung

Weitere Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung sind:

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • erhöhte Blutspiegel von Homocystein, Fibrinogen und dem C-reaktiven Protein (CRP), die entzündliche Veränderungen an den Gefäßen widerspiegeln.

Wie ausgeprägt die Symptome der koronaren Herzerkrankung sind, hängt davon ab, wie viel Blut noch durch die verengten Herzkranzgefäße gelangen kann.

[Beschwerden bei der Koronaren Herzkerkrankung]

Zur Behandlung der Koronaren Herzerkrankung stehen Medikamente zur Verfügung. In manchen Fällen ist ein operativer Eingriff unausweichlich. Zusätzlich ist es sinnvoll, sich eine gesündere Lebensweise anzugewöhnen.

[Behandlung der Koronaren Herzerkrankung]