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Quiz zu Bluthochdruck

In Deutschland leidet jeder fünfte Erwachsenen über 40 Jahren an hohem Blutdruck. Wenn bei Ihnen oder einer Ihnen nahestehenden Person ein zu hoher Blutdruck festgestellt wurde, ist es wichtig für Sie, dass Sie einige Fakten zu Bluthochdruck, dessen Behandlung und mögliche Folgeerkrankungen kennen.

Was meinen Sie? Welche der folgenden Aussagen ist richtig?

Bitte beantworten Sie zunächst alle Fragen, bevor Sie die Auswertung aufrufen.

Frage 1:

Wie lautet die medizinische Bezeichnung für Bluthochdruck?




Hypertonie ist die medizinische Bezeichnung für Bluthochdruck. Hypotonie bedeutet niedriger Blutdruck, Hyperthyreose eine Überfunktion der Schilddrüse. [Mehr]

Frage 2:

Welcher Blutdruckwert liegt für einen 40-jährigen Mann im Ruhezustand im Normalbereich?




Der obere Blutdruckwert sollte im Ruhezustand unter 130 mmHg liegen, optimal sind Werte unter 120 mmHg. Der untere Wert sollte unter 85 mmHg liegen, optimal sind Werte unter 80 mmHg.

Liegt der obere Wert über 140 mmHg, der untere Wert über 90 mmHg spricht man von einem leichten Bluthochdruck. Um die Diagnose sicher stellen zu können, muss der Blutdruck jedoch wiederholt zu verschiedenen Zeiten gemessen werden. Meist wird auch eine Langzeitblutdruckmessung über 24 Stunden durchgeführt, da der Blutdruck in der Arztpraxis häufig erhöht ist. [Mehr]

Frage 3:

Welche Aussage über Bluthochdruck ist richtig?




Bluthochdruck wird häufig lange Zeit nicht erkannt, da er keine typischen Beschwerden verursacht. Mögliche Hinweise sind morgendliche Kopfschmerzen, vor allem im Bereich des Hinterkopfes, Schwindel, Ohrensausen und Nasenbluten. [Mehr]

Frage 4:

Wie wird der obere Blutdruckwert medizinisch bezeichnet?




Der Blutdruck wird mit zwei Zahlen beschrieben, z.B. 110 zu 70 (110/70). Er wird meist in mmHg angegeben. Der obere Wert wird als systolischer Wert, der untere als diastolischer Wert bezeichnet. [Mehr]

Frage 5:

Was ist die häufigste Form des Bluthochdrucks?




Mit etwa 90% ist der essentielle Bluthochdruck die häufigste Form des Bluthochdrucks. Die Ursache ist unbekannt, häufig kommt diese Form des Bluthochdrucks familiär gehäuft vor. Der Erkrankungsbeginn ist meist jenseits des 30. Lebensjahres. Eine begünstigende Rolle für den Ausbruch der Erkrankung spielen Faktoren wie familiäre Veranlagung, Stress, Rauchen und Übergewicht.
Die Ursachen "Bluthochdruck aufgrund einer Nierenerkrankung" und "Bluthochdruck aufgrund einer hormonellen Erkrankung" sind wesentlich seltener Ursachen eines Bluthochdrucks. [Mehr]

Frage 6:

Welche allgemeinen Maßnahmen sind für Patienten mit Bluthochdruck nicht geeignet?




Zu den allgemeinen Maßnahmen für Patienten mit hohem Blutdruck zählen die Reduzierung von Übergewicht, Verwendung von wenig Kochsalz, Bevorzugung einer Mittelmeerkost, regelmäßige körperliche Bewegung, Verzicht auf Rauchen, Verminderung des Alkohol- und Kaffeekonsums und Vermeidung von Stress.
Sauna und warme Bäder sind für Patienten mit Bluthochdruck geeignet, die plötzliche Abkühlung im Tauchbecken ist jedoch ungeeignet, da hierbei der Blutdruck gefährlich ansteigen kann. Die Abkühlung sollte vorsichtig, z.B. mit einer sanften Dusche, erfolgen. [Mehr]

Frage 7:

Welche der folgenden Aussagen trifft zu?




Die allgemeinen Maßnahmen bewirken bei etwa 25 Prozent der Patienten mit einem leichten Bluthochdruck (Schweregrad 1) eine Normalisierung des Blutdrucks. Bei allen anderen Patienten ist eine Normalisierung des Blutdruck mittels Medikamenten - zusätzlich zu den allgemein Maßnahmen - notwendig. Frauen mit einem erhöhten Blutdruck sollten nicht mehr als 20 g Alkohol pro Tag zu sich nehmen. Das entspricht 0,2 l Wein. [Mehr]

Frage 8:

Für welche der folgenden Erkrankungen ist chronischer Bluthochdruck ein Risikofaktor?




Mehr als die Hälfte aller Patienten mit chronischem Bluthochdruck entwickelt frühzeitig eine Gefäßverkalkung. Sind die Herzkranzgefäße betroffen, entsteht bei einem Verschluss dieser Gefäße ein Herzinfarkt. Bluthochdruck begünstigt auch die Verkalkung anderer Arterien (Arteriosklerose). Mögliche Folgen sind z.B. Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine etc. Auch Niere und Herz werden durch einen chronischen Bluthochdruck geschädigt.
Bluthochdruck ist dagegen kein Risikofaktor für eine Venenthrombose und eine Lungenembolie. Bei einer Venenthrombose kommt es zu einem Verschluss der Vene durch ein Blutgerinnsel. Löst sich solch ein Blutgerinnsel, kann es mit dem Blutstrom in den Lungenkreislauf gelangen und eine Lungenarterie verschließen. Folge ist eine Lungenembolie. [Mehr]

Frage 9:

Welche Aussage über die Tabletteneinnahme bei Patienten mit Bluthochdruck ist richtig?




Die vom Arzt verordneten Medikamente müssen genau nach Anweisung eingenommen werden. Ist der Blutdruck bei Selbstmessungen immer sehr niedrig, verändert der Arzt eventuell die Medikamente. Keinesfalls dürfen eigenmächtig Tabletten weggelassen werden, da dies zu gefährlichen Blutdruckanstiegen führen kann. Die Medikamente haben häufig nicht eine sofortige Wirkung, sondern beeinflussen den Blutdruck langfristig.
Zudem stehen für die Behandlung eine Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung, die völlig unterschiedlich wirken. Daher dürfen diese Medikamente nicht plötzlich ohne Kenntnis der Wirkungsweise ausgetauscht werden.
Bekannte Stoffgruppen zur Behandlung eines Bluthochdrucks sind beispielsweise entwässernde Medikamente (Diuretika), Beta-Blocker, ACE-Hemmer und Kalziumantagonisten. [Mehr]