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Röntgenuntersuchung

Bei einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs werden Herz, Lunge, Zwerchfell und Skelett mit Hilfe von Röntgenstrahlen dargestellt. Mit der Untersuchung kann der Arzt u. a. feststellen, ob das Herz vergrößert ist.

Was ist eine Röntgenuntersuchung?

Bei einer Röntgenuntersuchung werden verschiedene Körperregionen mit Hilfe von Röntgenstrahlen dargestellt. Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die einen Röntgenfilm schwärzen können. Meist werden heute keine Röntgenfilme mehr verwendet, sondern elektronische Röntgendetektoren. Die dabei entstehenden Daten werden dann im Computer zu digitalen Bildern weiterverarbeitet und am Monitor angezeigt. Beim digitalen Röntgen wird die gleiche Bildqualität mit weniger Strahlung erreicht.

Röntgenstrahlen durchdringen den Körper und werden von den verschiedenen Strukturen wie Haut, Knochen und Organen unterschiedlich stark abgeschwächt. Das verändert das Bild auf dem Röntgenfilm:

  • Am stärksten werden die Röntgenstrahlen durch hartes Gewebe wie Knochen abgeschwächt   Knochen stellen sich auf dem Röntgenbild daher hell oder weiß dar.
  • Die geringste Abschwächung verursacht Luft, zum Beispiel in der Lunge. Lungengewebe sieht auf dem Röntgenbild deshalb dunkel aus.

Einsatzgebiete

Normales HerzMit einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs (in der Fachsprache: Röntgen Thorax) lassen sich Herz, Lunge, Zwerchfell und Skelett darstellen. Besteht der Verdacht auf eine Herzerkrankung ordnet der Arzt die Untersuchung an, um u. a. Größe und Form des Herzens beurteilen zu können, z. B. bei

 

Wie wird eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs durchgeführt?

Vor der Untersuchung müssen Sie den Oberkörper frei machen und Ihren Schmuck ablegen. Die Untersuchung findet in der Regel im Stehen statt. Sie werden dazu in einer bestimmten Stellung zwischen Röntgenröhre und Röntgenfilm bzw. elektronischem Detektor positioniert. Die Aufnahme selbst dauert nur wenige Sekundenbruchteile. Während der Aufnahme sollten Sie sich nicht bewegen, da ansonsten das Bild verwackelt ist.

In der Regel werden Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven angefertigt – bei der Röntgenuntersuchung der Brust wird meist eine Aufnahme von vorne und von der Seite gemacht.

Die Röntgenfilme werden in der Regel gleich im Anschluss an die Untersuchung entwickelt und von einem Radiologen ausgewertet. Digitale Bilder können sofort auf dem Bildschirm dargestellt und zusätzlich weiter nachbearbeitet werden.

 

Was sind die Ergebnisse bei der Röntgenuntersuchung des Brustkorbs?

Mit einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs lassen sich Herz, Lunge, Zwerchfell und Skelett darstellen. Dadurch kann der Arzt u. a. Hinweise auf Lungenerkrankungen wie eine Lungenentzündung oder Lungenkrebs finden. Auch Knochenbrüche z. B. der Rippen werden auf dem Röntgenbild sichtbar.

Bei der Diagnose von Herzerkrankungen spielt die Röntgenaufnahme im Vergleich zur Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) oft eine untergeordnete Rolle.

Die Röntgenuntersuchung kann u. a. durchgeführt werden, um eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) gegen mögliche andere Erkrankungen abzugrenzen, die sich mit ähnlichen Beschwerden äußern können. Mit Hilfe der Röntgenaufnahme des Brustkorbs kann der Arzt z. B. feststellen, ob das Herz vergrößert ist. Zusätzlich können weitere Zeichen einer Herzinsuffizienz auf dem Röntgenbild sichtbar sein, wie Wasseransammlungen in der Lunge.

Darstellung der Herzgröße

Gesundes HerzVergrößertes Herz

Darstellung Flüssigkeitsansammlung in der Lunge

Wasser in der LungeWassser in der Lunge - nach der Behandlung

Im Vergleich zur Ultraschalluntersuchung des Herzens hat die Röntgenaufnahme eine untergeordnete Bedeutung. Sie wird aber auch durchgeführt, um beispielsweise eine Herzschwäche gegen mögliche andere Erkrankungen abzugrenzen, die sich mit ähnlichen Beschwerden äußern können.