Ihr Ratgeber für Herz, Kreislauf und Blutgefäße

Symptome der Herzmuskelschwäche

Die Herzmuskelschwäche (oder auch Herzschwäche) wird von den Ärzten als Herzinsuffizienz bezeichnet. Die Pumpleistung des Herzens ist geringer als bei gesunden Patienten und reicht nicht mehr aus, um genügend sauerstoffreiches Blut zu den Organen zu befördern. Doch ohne ausreichenden Sauerstoff können z. B. die Muskeln ihre Arbeit nicht mehr wie gewohnt verrichten. Die auftretenden Herzmuskelschwäche-Symptome beruhen auf dieser verminderten Herzleistung.

Schleichende Erkrankung

Meist nimmt die Kraft des Herzens so langsam ab, dass die Herzmuskelschwäche lange unbemerkt bleibt und die Herzmuskelschwäche-Symptome verkannt werden. Eine leichte Atemnot beim Treppensteigen oder eine allgemeine Abnahme der Leistungsfähigkeit wird oft als Anzeichen normalen Alterns hingenommen. Daher ist es wichtig, die Symptome der Herzmuskelschwäche zu kennen.

Wassersucht und Harndrang

Die geringe Pumpleistung eines geschwächten Herzens hat schwerwiegende Folgen. Von der unzureichenden Sauerstoffversorgung war ja schon die Rede. Außerdem staut sich das Blut in der Lunge und in den Körpervenen. Hierdurch erhöht sich der Druck in den Gefäßen und Flüssigkeit wird in das umliegende Gewebe abgegeben. Gelangt mehr Wasser in das Gewebe als vom Blutstrom abtransportiert wird, bilden sich im betroffenen Gewebe sogenannte Ödeme. Sehr oft sind die Beine (vor allem im Bereich der Knöchel und des Fußrückens) davon betroffen, aber auch der Bauch und innere Organe. Dieses Anzeichen wird landläufig als Wassersucht beschrieben, ein von Herzschwäche betroffener Patient hat dann zum Beispiel „Wasser in den Beinen“.

Nachts, wenn der Patient ruht und sich die Beine auf gleicher Höhe mit dem Körper befinden, nimmt der Druck in den Venen ab und mehr Gewebsflüssigkeit kann abtransportiert und über die Blase ausgeschieden werden. Ein vermehrtes nächtliches Wasserlassen kann also nicht nur lästig sein, sondern kann zu den Herzmuskelschwäche-Symptomen zählen.

Gewichtszunahme durch die FlüssigkeitseinlagerungGewichstzunahme durch Flüssigkeitsretention bei Herzmuskelschwäche

Wenn der Körper plötzlich mehr Flüssigkeit einlagert als ausscheidet, nimmt das Körpergewicht zu. Dies können Sie zu Hause mit einer normalen Badezimmerwaage kontrollieren. Notieren Sie täglich Ihr Gewicht! Zeigt die Waage eine ungewöhnliche Gewichtszunahme an, kann dies auf eine Flüssigkeitsretention hinweisen.

Gewichtskontrolle wichtig für ärztliche Behandlung

Befindet sich der herzkranke Patient bereits in Behandlung und besitzt möglicherweise einen Defibrillator oder Herzschrittmacher, kann das festgestellte Körpergewicht von speziellen Badezimmerwaagen zusammen mit dem Blutdruck und den von einem implantierten Therapiesystem aufgenommenen Daten über das Internet zum betreuenden Arzt geleitet werden. Dieser kann dann gegebenenfalls die Behandlung des Patienten anpassen. Diese modernen Systeme werden mit dem Begriff Telemedizin beschrieben. Hier können Sie mehr zum Thema Telemedizin nachlesen.

Die Herzmuskelschwäche ist eine behandelbare Krankheit

Es gibt heute gute Möglichkeiten, eine Herzmuskelschwäche zu behandeln und Herzmuskelschwäche-Symptome zu bessern, beispielsweise mit Medikamenten oder einem implantierbaren Therapiesystem. Schieben Sie daher einen Arztbesuch nicht auf, wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie an einer Herzmuskelschwäche leiden! Mit einer körperliche Untersuchung und die Erhebung Ihrer Krankengeschichte kann der Arzt prüfen, ob Sie an einer Herzmuskelschwäche erkrankt sind. Hier können Sie mehr  über Diagnose und Behandlung der Herzmuskelschwäche nachlesen.