Computertomographie (CT)

Die Computertomographie (CT) ist ein Röntgenverfahren. Dabei wird ein dünner Röntgenstahl verwendet, mit dem detailreiche Schichtaufnahmen des Körperinneren gemacht werden können. Diese werden mittels Computer zu 3-D-Bildern zusammengesetzt. 

  • Einsatzgebiete

    Bei der Computertomographie (CT) entsteht eine höhere Strahlenbelastung als bei einer einfachen Röntgenaufnahme und oft sind jodhaltige Kontrastmittel nötig. Sie sollte daher nur in speziellen Fällen angewandt werden, wenn sich die Fragestellung nicht mit Methoden ohne Strahlenbelastung (Echokardiographie, MRT) klären lässt. 

    Vorgenommen wird ein CT-Scan unter anderem bei

    • Entzündlichen Veränderungen der Brustorgane
    • Veränderungen der Blutgefäße wie Atherosklerose oder Aneurysmenbildung
    • Veränderungen des Herzens wie z. B. bei der Herzinsuffizienz
    • Schlaganfall: zur Ermittlung der Schlaganfallursache (Blutung oder Gefäßverschluss) und genauer Ort der Blutung bzw. des Verschlusses im Gehirn 
  • Prinzip der Computertomographie

    Der Computertomograph besteht aus einem Ring, in dem sich die Röntgenquelle und gegenüber der Röntgendetektor befinden. Während der Patient auf einer Liege durch diesen Ring bewegt wird, dreht sich die Röntgenquelle um ihn herum und erzeugt einen fächerförmigen Röntgenstrahl Die Messdaten werden an einen Computer übermittelt, der daraus zwei- oder auch dreidimensionale Abbildungen des untersuchten Organes zusammensetzt.

    Die Röntgenstrahlen werden beim Durchdringen des Körpers je nach Dichte des Gewebes unterschiedlich stark abgeschwächt. Gewebe hoher Dichte (wie Knochengewebe) erscheint auf den Aufnahmen hell, Gewebe niedriger Dichte (wie Lungengewebe) dagegen dunkel. Die erreichbaren Helligkeitsabstufungen sind beim CT so gut, dass sich auch die Herzkranzgefäße darstellen lassen. Verkalkungen der Gefäße z. B. bei Atherosklerose sind im CT als helle Bereiche sichtbar. 

    Sollen Verengungen der Blutgefäße dargestellt werden, wird ein Röntgenkontrastmittel in eine Vene im Unterarm gespritzt, um die Sichtbarkeit der Blutgefäße zu verbessern.

    Moderne Entwicklungen

    Mittlerweile gibt es hochauflösende CT-Geräte mit sehr kurzer Aufnahmezeit, die scharfe Bilder auch vom bewegten Herzen aufnehmen können.

    Die Elektronenstrahltomographie (engl.: electron beam tomography, EBT) ist eine besondere Form des CT, bei der statt einer rotierenden Röntgenquelle mit Detektor ein feststehender Elektronenbeschleuniger verwendet wird. Die Belichtungszeit ist kürzer und ermöglicht so schärfere Bilder. Sie eignet sich besonders zur Abbildung von Verengungen der Herzkranzgefäße und Kalkablagerungen.

  • Ablauf der Untersuchung

    Im Vorgespräch ermittelt der Arzt, ob es spezielle Risiken gibt – insbesondere, wenn ein Kontrastmittel zum Einsatz kommt. Für Patienten mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren ist ein CT meist problemlos möglich.

    Bei der kurzen Untersuchung liegt der Patient auf dem fahrbaren Untersuchungstisch, der sich langsam durch den Computertomographen bewegt. Der Patient spürt von der Untersuchung nichts, muss aber während der ganzen Zeit möglichst still liegen und je nach Untersuchungsregion auch kurze Zeit die Luft anhalten, damit die Bilder nicht „verwackeln“. 

    Eine CT-Untersuchung des Herzens oder des Kopfes dauert oft nur wenige Minuten.

  • Ergebniss

    Das Computertomogramm kann Vergrößerungen des Herzens (Kardiomyopathie), Herzklappenprobleme und Kalkablagerungen in den Gefäßen anzeigen. Wurde ein Konstrastmittel eingesetzt, kann der auswertende Arzt beispielsweise sehen, ob das Herz gleichmäßig mit Blut versorgt wird oder ob es Engstellen in den Koronorarterien oder eine Gefäßaussackung (Aneurysma) gibt.

    Bei der CT-Wiedergabe des Herzschlages sind auch Funktionsstörungen zu erkennen.

  • Über diesen Artikel

    Autor: Redaktion
    Aktualisierung: 11. 12. 2018
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