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Der Blutdruck gehört zu den Gesundheitswerten, die man im Blick behalten sollte. © Monika Wisniewska / fotolia

Der Blutdruck gehört zu den Gesundheitswerten, die man im Blick behalten sollte. © Monika Wisniewska / fotolia

Bluthochdruck schädigt das Gehirn

Bluthochdruck wirkt sich schädigend auf alle Organe aus, auch auf das Gehirn. Eine Langzeitstudie von US-Forschern hat das jetzt nachgewiesen.

Die Studie

Die CARDIA-Studie (Coronary Artery Risk Development in Young Adults) erforscht die Entwicklung von Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit bei jungen Erwachsenen. In diese Studie wurden zwischen 1985 und 1986 mehr als 5000 Teilnehmer zwischen 18 und 30 Jahren aufgenommen und über 30 Jahre nachverfolgt. Dabei erfolgten im Laufe der Beobachtungszeit mehrfach klinische Untersuchungen, bei denen unter anderem die systolischen und diastolischen Blutdruckwerte bestimmt wurden. Die Forscher testeten zudem die kognitiven Fähigkeiten wie Gedächtnisleistung oder Aufmerksamkeit von 191 Teilnehmern und maßen ihre Gehgeschwindigkeit, Schrittlänge und Gangvariabilität. 144 Studienteilnehmer erhielten zusätzlich eine MRT-Untersuchung ihres Gehirns.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass Patienten, deren Blutdruckwerte über den gesamten Beobachtungszeitraum hinweg – also bereits seit ihrer Jugend – erhöht waren, bei den kognitiven Fähigkeiten schlechter abschnitten. Zudem zeigten diese auch bei der Ganganalyse eine langsamere Gehgeschwindigkeit, kleinere Schrittlänge und höhere Gangvariabilität. Die Autoren der Studie führen dies auf Schäden an bestimmten Gefäßstrukturen des Gehirns, sogenannte White Matter Lessions, zurück. Diese zeigten sich vor allem in den MRT-Scans der Patienten mit einer auffälligen Beeinträchtigung des Gehens.

Das Problem

Arterielle Hypertonie selbst macht sich nicht kaum bemerkbar, oft wird die sie erst, wenn Schädigungen auftreten, im Rahmen der Untersuchungen festgestellt. Dabei kann sie auch bei jüngeren Menschen – auch bei sportlichen – auftreten.

Warnzeichen

Bluthochdruck zeigt – wenn überhaupt – nur unspezifische Symptome, die sich zudem schleichend entwickeln und deshalb oft unterschätzt werden. Am typischsten sind innere Unruhe, leichte Erregbarkeit, Ein- und Durchschlafstörungen oder ein unruhiger Schlaf. Auch häufiges Nasenbluten, Ohrensausen bzw. Geräusch im Ohr sowie Kopfschmerz und Schwindel bei Belastung können ihr Ursache in zu hohem Blutdruck haben. 

Schäden vorbeugen

Mit einer gesunden Lebensweise kann man Bluthochdruck vorbeugen, eine Garantie ist das jedoch nicht. Deshalb sollten auch anscheinend gesunde und junge Menschen regelmäßig ihren Blutdruck messen oder messen lassen. So kann man frühzeitig mit blutdrucksenkenden Maßnahmen beginnen und die Auswirkung auf Gefäße und Organe eindämmen.

 

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Autor: Redaktion

Erstellt: 14.1.2021

Literatur:

Bildnachweis: Titelbild © Monika Wisniewska / fotolia.com