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Positronen-Emissions-Tomografie (PET)

Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) ist eine Untersuchungsmethode in der Medizin. Eingesetzt wird die PET vor allem die Krebsmedizin, aber auch in der Kardiologie kommt die Technik mittlerweile zum Einsatz.

Wie funktioniert die PET?

Zu Beginn der Untersuchung erhält der Patient oder die Patientin eine Infusion über die Vene, die einen radioaktiv markierten Stoff, häufig zum Beispiel einen speziellen Zucker, enthält. Über den Blutkreislauf gelangen die radioaktiv markierten (Zucker-)Teilchen zu den einzelnen Organen, wo sie von den Zellen zur Energieerzeugung aufgenommen werden. Die Besonderheit dieser speziellen Infusionslösung ist, dass von den (Zucker-)Teilchen eine kleine Menge radioaktiver Strahlung abgegeben wird. Die PET macht sich diese Eigenschaft zunutze und erfasst Menge und Herkunft der abgegebenen Strahlung mithilfe spezieller Geräte.

Es gilt, dass Zellen, die besonders viel Stoffwechsel betreiben, mehr Zucker aufnehmen, und deswegen vergleichsweise mehr radioaktive Strahlung abgeben. Durch die Messung der abgegebenen Strahlung können Rückschlüsse darauf gezogen werden, wo im Körper sich Zellen befinden, die besonders viel oder wenig Stoffwechsel betreiben.

Um die Stelle(n) im Körper mit besonders viel oder wenig Stoffwechselaktivität noch genauer bestimmen zu können, wird die PET häufig mit einer CT (Computertomografie), seltener mit einer MRT (Magnetresonanztomografie) kombiniert. Man spricht dann auch von einer PET-CT bzw. einer PET-MRT.

Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 20 bis 60 Minuten und kann ambulant erfolgen.

  • Hintergrundwissen Zellstoffwechsel

    Um ihre jeweiligen Aufgaben im Körper erfüllen zu können, benötigen die Zellen in den Organen Energie. Um die benötigte Energie zu erzeugen, können Zellen bestimmte „Treibstoffe“, beispielsweise Zucker, aus dem Blut aufnehmen und mithilfe chemischer Prozesse in Energie umwandeln. Dieser Vorgang wird in der Wissenschaft als „Stoffwechsel“ bezeichnet. Da nicht alle Zellen einen gleich hohen Energiebedarf haben, betreiben manche Zellen mehr Stoffwechsel als andere. Folglich nehmen auch nicht alle Zellen die gleiche Menge an Zucker auf. Diese Unterschiede lassen sich in der PET gut darstellen.

    Doch nicht nur die Körperzellen betreiben Stoffwechsel zur Energieerzeugung, sondern auch Krebszellen. Da Krebszellen häufig einen höheren Stoffwechsel haben als die körpereigenen, gesunden Zellen, können einige Tumoren und insbesondere auch ihre Streuherde über die PET ausfindig gemacht werden.

Wann wird die PET eingesetzt?

Die größte Rolle spielt die PET aktuell in der Krebsmedizin, wobei es in den meisten Fällen um die Diagnostik von Tumoren oder Metastasen (Streuherde) geht. Aber auch in der Demenzdiagnostik, in der Behandlung von Epilepsie und für Fragestellungen in der Kardiologie kann die PET eingesetzt werden.

Ziel der PET ist es, die Stoffwechselaktivität verschiedener Areale im Körper sichtbar zu machen.

PET in der Kardiologie

Am Herzen kann die PET Hinweise auf die Gesundheit und Funktion des Herzmuskels geben. Areale am Herzmuskel, die schlecht durchblutet (z. B. bei einer KHK) oder in Folge eines Herzinfarktes vernarbt sind, haben einen veränderten Stoffwechsel. Zudem kann das PET-CT zur Diagnostik einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) sowie zur Planung von Herz-OPs eingesetzt werden.

Was sind die Vorteile der PET?

Vorteile der PET sind:

  • Nicht-invasives Untersuchungsverfahren
  • Aussage über Funktion und Stoffwechsel von Gewebe

Welche Risiken bestehen?

In der PET wird mit radioaktiver Strahlung gearbeitet. Die Strahlenbelastung einer PET ist ähnlich wie die einer CT. Radioaktive Strahlung kann das Risiko für bösartige Erkrankungen im Sinne von Krebserkrankungen erhöhen. Die Strahlenbelastung in der PET ist jedoch in der Regel unschädlich.