Rauchen – Risiko für die Gefäße

Tabakrauchen gilt als sehr großes Gesundheitsrisiko und auch die E-Zigarette wird, obwohl sie ohne Zweifel eine erhebliche Anzahl problematischer Stoffe ausschließt, immer wieder kritisiert.

Nikotin

Ein problematischer Stoff in beiden Varianten ist das Nikotin. In hohen Dosen, oder wenn man ihm langfristig immer wieder ausgesetzt wird, ist es giftig. Da Nikotin süchtig machen kann, tritt Letzteres regelmäßig ein.

Nikotin ist ein vor allem in Nachtschattengewächsen vorkommendes Alkaloid. Es kann – je nach Dosis – erregend oder lähmend auf das vegetative Nervensystem, welchen unter anderem den Herzschlag und die Atmung regelt, wirken. Auch das Blutgefäßsystem wird vom vegetativen Nervensystem beeinflusst; Nikotin wirkt auf diesem Wege gefäßverengend, was zu einer Blutdrucksteigerung führt. Bluthochdruck wiederum begünstigt die Entstehung einer Atherosklerose.

Nikotin steht zwar nicht auf der Liste karzinogener Substanzen der Internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation, aber es wurden krebsbegünstigende Wirkungen beobachtet.

Weitere Substanzen

Zahlreiche Studien haben belegt, dass das Gesundheitrisiko bei Zigaretten mit verringertem Nikotin- und Teergehalt genauso hoch ist wie bei normalen Zigaretten. Beim Tabakrauchen spielen nämlich noch eine Reihe weiterer Substanzen eine gesundheitsschädigende Rolle. Viele davon sind erwiesenermaßen krebserregend. Sie schädigen aber auch das Erbgut, begünstigen Nervenkrankheiten wie Multiple Sklerose, schwächen das Immunsystem und wirken direkt auf das Herz-Kreislauf-System, insbesondere die Gefäße. Letzteres führt zu einer ganzen Palette von Risiken – angefangen bei Aneurysmata und artieller Verschlusskrankheit über koronare Herzkrankheit, beschleunigte Makuladegeneration und Potenzprobleme bis hin zu Schlaganfall und chronischem Zahnfleischschwund.

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    Autor: Redaktion / UJO
    Aktualisierung: 22. 6. 2018
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