Unterwegs zum Urlaubsort

Je nachdem, wie man zum Urlaubsort reist, sind verschiedene Dinge zu beachten. Ein Gespräch darüber mit dem Arzt ist sinnvoll.

  • Mit dem Flugzeug

    Kurze Flugreisen können das Herz weniger belasten als lange Fahrten mit dem Auto.

    Besondere Vorsicht ist auf langen Flugreisen geboten, wenn Sie an einer schweren Form der Herzschwäche leiden; aufgrund der langen Immobilität und der trockenen Luft im Flugzeug steigt die Gefahr, dass sich ein Blutgerinnsel im Bein bildet, das die Lungengefäße verstopfen kann, sobald Sie aufstehen. Dies kann lebensgefährlich sein.

    Vorbeugend bei Flugreisen können Sie Kompressionsstrümpfe tragen und immer wieder auch im Sitzen Ihre Füße bewegen. Auf eine ausreichende Trinkmenge achten! Bei langen Flugreisen (ab 5 Stunden) kann gegebenenfalls nach vorheriger Absprache mit Ihrem Arzt zur Vorbeugung ein gerinnungshemmendes Medikament vor Flugbeginn unter die Haut gespritzt werden.

  • Mit dem Auto, Bus oder Zug

    Das Auto an sich schadet Ihrem Therapiegerät nicht, auch das Fahren mit Elektroautos ist unbedenklich. Das lange Stillsitzen, egal welches Verkehrsmittel Sie wählen, kann jedoch Probleme verursachen. Nicht nur bei Herzschwäche – aber da ganz besonders – kann die Durchblutung der Beine beeinträchtig werden. Im schlimmsten Fall bildet sich ein Blutgerinnsel, das später in die Lunge wandert. Legen Sie bei Autofahrten oft Pausen ein, stehen Sie im Zug bzw. Bus häufiger auf und gehen Sie, wenn möglich, umher!

  • Was tun bei der Sicherheitskontrolle?

    In einem Herzschrittmacher, Defi oder Herzinsuffizienz-Therapiesystem befinden sich Metallteile, die beim Durchschreiten der Sicherheitsschleuse – zum Beispiel am Flughafen – einen Alarm auslösen können. Aber keine Angst: Die Sicherheitsschleuse beschädigt bzw. beeinträchtigt die Funktion des implantierten Therapiesystems nicht. Das gilt auch für die modernen Körperscanner, die schon an einigen Flughäfen eingesetzt werden.

    Der mit der Hand geführte Metalldetektor, den das Sicherheitspersonal auf Flughäfen verwendet, kann das Aggregat jedoch teilweise beeinflussen, solange er über das implantierte Aggregat gehalten wird. Es ist wichtig, dass das Sicherheitspersonal dies weiß. Zeigen Sie deshalb vor der Sicherheitskontrolle Ihren Patientenausweis und falls vorhanden Ihren entsprechenden Sicherheitsausweis vor und bitten Sie um eine Untersuchung per Hand.

    Wenn der Metalldetektor verwendet werden muss, betonen Sie gegenüber dem Sicherheitspersonal, dass die Suche zügig durchgeführt werden soll und dass der Detektor nicht über Ihren Herzschrittmacher bzw. Defi gehalten werden soll.

    Sicherheitskontrolle am Flughafen für Träger von Herzschrittmacher, Defi oder Herzinsuffizienz-Therapiesystem: Untersuchung per Hand empfohlen.

  • Über diesen Artikel

    Autor: Redaktion
    Aktualisierung: 4. 12. 2018
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