Wenig Sport ist besser als gar keiner. © Stephanie Hofschlaeger / pixelio

Wenig Sport ist besser als gar keiner. © Stephanie Hofschlaeger / pixelio

Auch wenig Sport beugt Krankheiten vor

Mancher stellt sich beim Thema Gesundheitsvorsorge durch Sport ein vollgepacktes Trainingsprogramm vor. Die gute Nachricht ist: Schon wenig Sport beugt Krankheiten vor. Belegt wurde dies durch eine Studie der University of Sydney, derzufolge körperliche Aktivitäten von nur ein bis zwei Trainingseinheiten pro Woche schon ausreichen können, um das Todesrisiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Solche Einheiten lassen sich in praktisch jeden Alltag einfügen, auch wenn man zu den eher Vielbeschäftigten gehört. 

  • Wenig hilft, mehr ist besser

    Vor allem Übergewichtige und Menschen mit gesundheitlichem Risiko profitieren bereits dann von sportlichen Aktivitäten, wenn man nicht die offiziell empfohlene Trainingsdauer erreicht. Um jedoch von optimalen Gesundheitsbedingungen zu profitieren, schlägt Professor Emmanuel Stamatakis von der University of Sydney, Hauptautor der Studie, vor, sich trotzdem an die Empfehlungen für sportliche Aktivitäten zu halten, und zu versuchen, die Ziele zu erreichen oder auch zu übertreffen.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt hierzu, dass Erwachsene mindestens 150 Minuten pro Woche sportlichen Aktivitäten mit moderater Intensität nachgehen sollen oder zumindest 75 Minuten pro Woche ein sehr intensives Training absolvieren.

    Die Forschung muss allerdings noch zeigen, wie die Häufigkeit und gesamte wöchentliche Aktivität am besten kombiniert werden muss, um die maximalen gesundheitlichen Vorteile zu erzielen. 

    So könnten Menschen zum Beispiel jeden Tag mit moderater Intensität 30 Minuten sportlich aktiv sein, um die derzeitigen Trainingsvorgaben zu erreichen, oder sie trainieren ein Mal die Woche 75 Minuten, aber dafür mit einer hohen Intensität. Diejenigen, die ihr gesamtes Workout an ein oder zwei Tagen in der Woche absolvieren, werden in diesem Zusammenhang „Wochenend-Kämpfer“ genannt.

Erkenntnisse der Studie

Im Vergleich zu denen, die nicht sportlich aktiv waren, war das allgemeine Sterberisiko bei denen, die unzureichend aktiv waren, um 31 %, bei den „Wochenend-Kämpfern“ um 30 % und bei den regelmäßig Aktiven um 35 % niedriger.

Im Vergleich zu denen, die nicht sportlich aktiv waren, war das Sterberisiko aufgrund von kardiovaskulären Erkrankungen bei denen, die unzureichend aktiv waren um 37 % und bei den „Wochenend-Kämpfern“ sowie den regelmäßig Aktiven um 41 % geringer.

Im Vergleich zu denen, die nicht sportlich aktiv waren, war das Sterberisiko aufgrund einer Krebserkrankung bei denen, die unzureichend aktiv waren, um 14 %, bei den „Wochenend-Kämpfern“ um 18 % und bei den regelmäßig Aktiven um 21 % geringer.

Die Ergebnisse bestätigen also, dass diejenigen, die sich zwar unzureichend, aber immerhin etwas bewegen sowie die „Wochenend-Kämpfer“ und regelmäßig Aktiven, im Gegensatz zu den gänzlich inaktiven Menschen, gesamtheitlich ein geringeres Sterberisiko in Bezug zu den obengenannten Krankheiten vorweisen, sagt Stamatakis.

Diese Resultate bedeuten demnach, dass man auch bei nur wenigen Sporteinheiten wöchentlich einen enormen gesundheitlichen Vorteil genießt.

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  • Über diesen Artikel

    Autor: Redaktion
    Aktualisierung: 15. 1. 2018
    Quelle: Pressemitteilung Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann vom 13. 1. 2017; Autor der PM: Sabine Ranke-Heinemann
    Bildnachweis: Titelbild © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de