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Glossar: Wichtige Begriffe rund um Herz und Kreislauf

Hier finden Sie wichtige Begriffe rund um Herz und Kreislauf.

Ballondilatation

Verfahren zur Erweiterung oder Wiedereröffnung verschlossener Blutgefäße (z. B. der Herzkranzgefäße: Hier spricht man auch von einer perkutanen transluminalen Coronar-Angioplastie PTCA). Ein Ballonkatheter wird fast immer von der Leiste aus über einen Führungsdraht in die Engstelle eingelegt und mit Druck aufgeblasen. Hierdurch wird meist die Engstelle beseitigt. Mehr dazu hier.

Barth-Syndrom

Das Barth-Syndrom (auch 3-Methylglutaconazidurie Typ 2) ist eine Erbkrankheit, die nur Jungen betrifft und Immundefekte, Muskelschwäche und Herzinsuffizienz  bei dilatativer Kardiomyopathie zur Folge hat. Die Krankheit ist sehr selten, sie betrifft einen von 300.000 bis 400.000 Menschen.

Belastungs-EKG

Ein EKG (Elektrokardiogramm) wird unter Belastung, meist auf einem Fahrradergometer, geschrieben. Es kann beispielsweise Hinweise auf eine Herzkranzgefäßerkrankung oder auf Herzrhythmusstörungen, die unter Belastung auftreten, liefern.

Beta-Blocker

Medikamente, die die Wirkung einiger Stresshormone (z. B. Adrenalin) hemmen und dadurch Puls und Blutdruck senken.

Biopsie

Entnahme von Zellen oder Gewebeproben (Biopsat) aus dem Körper. Diese Proben werden von Spezialisten, den Pathologen, im Labor unter dem Mikroskop untersucht. Man nennt das eine histologische Untersuchung.

biventrikulär

In beiden Kammern (Ventrikeln) des Herzens.

Blindstudie

Eine Blindstudie ist eine Form einer wissenschaftlichen Untersuchung, bei der die Versuchspersonen nicht wissen, ob sie der Experimental- oder der Kontrollgruppe angehören. Dies wirkt der Beeinflussung durch Erwartungen und Verhaltensweisen, die durch diese Information ausgelöst werden, entgegen. Die Teilnehmer der Experimentalgruppe erhalten eine neue Therapie, deren Wirkung mit einer bereits bewährten Therapie oder einem Placebo, also einer Scheintherapie, verglichen wird. Die zu untersuchende Therapie muss bereits mehrere Tests durchlaufen haben, bevor sie in einer solchen Studie angewendet

Blutgerinnung

Der flüssige Anteil des Blutes enthält eine lösliche Vorstufe des Fibrins. Im Bedarfsfall kann diese Vorstufe zu langen Fasern umgewandelt werden, die sich als Netz zusammenlagern, welches Blutkörperchen umfängt und so ein verletztes Blutgefäß durch ein Gerinnsel abdichtet. Mehr dazu hier.

Blutdruckamplitude

Der Druckunterschied zwischen Systole und Diastole wird als Pulsdruck, Pulsamplitude oder Blutdruckamplitude bezeichnet. Je höher der Pulsdruck ist, desto starrer sind die Gefäße.

Bluthochdruck

Von Bluthochdruck (Fachbegriff: Hypertonie) spricht man, wenn der obere Blutdruckwert ständig 140 mm Hg oder mehr und/oder der untere Blutdruckwert ständig 90 mm Hg oder mehr beträgt. Der Blutdruck, der mit dem Blutdruckmessgerät gemessen wird, entspricht dem Druck in den Schlagadern (Arterien). Mehr dazu hier.

Blutstillung

Wird ein Blutgefäß verletzt, heften sich Blutplättchen an den Wundrand und bilden einen Pfropf, um das Blutgefäß übergangsweise zu verschließen. Eine übermäßige Blutpfropfbildung kann mit Medikamenten behandelt werden. Mehr dazu hier.

Bradykardie

Ein anormal langsamer Herzschlag, üblicherweise weniger als 60 Schläge pro Minute. Mehr dazu hier.

Broken-Heart-Syndrom (Stresskardiomyopathie oder Takotsubo-Syndrom)

In 1990er-Jahren erstmal beschriebene Funktionsstörung der linken Herzkammer, die durch großen emotionalen Stress ausgelöst wird. Die Symptome ähneln denen bei Herzinfarkt. Betroffen sind meist ältere Frauen. Das Takotsubo-Syndrom gibt es auch als Happy-Heart-Variante; hier ist der Anteil an Männern größer. Die Erkrankung muss behandelt werden, weil Komplikationen drohen, heilt aber bei den meisten Patienten vollständig aus.

Bypass

Mit einem Bypass wird eine zu enge oder verschlossene Stelle einer Arterie überbrückt, so dass der Bereich hinter der kritischen Stelle wieder mit Blut versorgt wird. (siehe z. B. Herzbypass)